Zutaten für Blitzaktive Gewitter - Kurze Zusammenfassung
Moin ,
hier ein weiterer Wissenthread , da ich am Wochenende etwas Zeit gefunden habe , habe ich wie versprochen ein paar Threads vorbereitet
Nun
Allgemein wichtige Zutaten für Blitzreiche Gewitter sind
Viel Feuchte in den untersten Schichten - hohe Theta-E Werte also eine gut durchmischte Schicht.
Das LCL ( Wolkenuntergrenze ) sollte dabei möglichst warm sein , sodass sich unterhalb der Wolke kein unterkühltes Wasser befindet.
Eiskernbildung bei Wasser findet bei -5 bis -10°C statt. In -10 bis -40°C haben wir eine Mischphase.
Ab -40°C gefriert unterkühltes Wasser vollständig.
Eine Weitere wichtige Zutat ist Cape. Das ist wichtig , damit Luftpakete mit viel Flüssigwasser schnell aufsteigen können.
Das heißt , dass auch indirekt das EL ( Gleichgewichtshöhe , Wolkentop ) eine Rolle spielt.
Man kann also sagen , dass Gewitter mit einem hohen Wolkentop dazu neigen blitzaktiver zu sein.
Dabei findet sich die wichtigste Schicht bei -10 bis -20°C. Bei sommerlichen Gewitterlagen befindet sich diese meist zwischen 600 und 500hpa. Im Winter ist für Labilität kältere Höhenluft nötig, da sich der Boden nichtmehr so stark aufheizt. Dementsprechen liegen die Schichten mit -10 bis -20°C hier etwas tiefer.
Diese Schicht ist wichtig , da sich hier das meiste unterkühlte Wasser im CB befindet.
Hier ist es also besonders wichtig , dass viel Cape in dieser Schicht vorhanden ist. Je größer die Capefläche in dieser Höhe , desto niedriger ist gleichzeitig auch der Lifted Index. Das kann man genau allerdings nur mithilfe von Soundings feststellen. Das letzte Kriterium ist besonders für Erdblitze wichtig
Fallbeispiel : Blitzaktive Gewitterlinie über BW am 30.05.08
Diese Gewitterlinie verclusterte später zu einem riesigen MCS. Es wurden teils über 5000Blitze in 20 Minuten gemeldet.
Das Stuttgarter Sounding:
Das LCL liegt hierbei deutlich über 0°C bei ca. 15°C.
Das EL liegt recht hoch und bei etwa -40°C. Das deutet auf große CB´s und recht starke Aufwinde hin.
Cape ist ordentlich vorhanden. Dabei sieht man in den Schichten zwischen -10 und -20°C ein recht breite Capefläche.
Zwischenzeitlich herrschen teils trockenadiabatische Temperaturabnahmen. Diese erhöhen das Cape etwas.
Die Grundschicht ist gut durchmischt bei einer Temperatur um 30°C und TP´s um 20°C. In den unteren Schichten ist es also sehr feucht.
die Theta-E Werte liegen bei diesem Sounding weit über 50°C.
Hier waren alle Zutaten für Blitzaktive Gewitter gegeben.
Hinweis: Das ist nur die Theorie und es kann auch ohne diese Eigenschaften zu blitzaktive Gewittern kommen.
Es können Fehler enthalten sein , da ich Laie bin
Hoffe ich konnte helfen
Wenn ich die Zeit finden werden bald mehr Wissenthreads folgen.
lg aus Wolfsburg
hier ein weiterer Wissenthread , da ich am Wochenende etwas Zeit gefunden habe , habe ich wie versprochen ein paar Threads vorbereitet
Nun
Allgemein wichtige Zutaten für Blitzreiche Gewitter sind
Viel Feuchte in den untersten Schichten - hohe Theta-E Werte also eine gut durchmischte Schicht.
Das LCL ( Wolkenuntergrenze ) sollte dabei möglichst warm sein , sodass sich unterhalb der Wolke kein unterkühltes Wasser befindet.
Eiskernbildung bei Wasser findet bei -5 bis -10°C statt. In -10 bis -40°C haben wir eine Mischphase.
Ab -40°C gefriert unterkühltes Wasser vollständig.
Eine Weitere wichtige Zutat ist Cape. Das ist wichtig , damit Luftpakete mit viel Flüssigwasser schnell aufsteigen können.
Das heißt , dass auch indirekt das EL ( Gleichgewichtshöhe , Wolkentop ) eine Rolle spielt.
Man kann also sagen , dass Gewitter mit einem hohen Wolkentop dazu neigen blitzaktiver zu sein.
Dabei findet sich die wichtigste Schicht bei -10 bis -20°C. Bei sommerlichen Gewitterlagen befindet sich diese meist zwischen 600 und 500hpa. Im Winter ist für Labilität kältere Höhenluft nötig, da sich der Boden nichtmehr so stark aufheizt. Dementsprechen liegen die Schichten mit -10 bis -20°C hier etwas tiefer.
Diese Schicht ist wichtig , da sich hier das meiste unterkühlte Wasser im CB befindet.
Hier ist es also besonders wichtig , dass viel Cape in dieser Schicht vorhanden ist. Je größer die Capefläche in dieser Höhe , desto niedriger ist gleichzeitig auch der Lifted Index. Das kann man genau allerdings nur mithilfe von Soundings feststellen. Das letzte Kriterium ist besonders für Erdblitze wichtig
Fallbeispiel : Blitzaktive Gewitterlinie über BW am 30.05.08
Diese Gewitterlinie verclusterte später zu einem riesigen MCS. Es wurden teils über 5000Blitze in 20 Minuten gemeldet.
Das Stuttgarter Sounding:
Das LCL liegt hierbei deutlich über 0°C bei ca. 15°C.
Das EL liegt recht hoch und bei etwa -40°C. Das deutet auf große CB´s und recht starke Aufwinde hin.
Cape ist ordentlich vorhanden. Dabei sieht man in den Schichten zwischen -10 und -20°C ein recht breite Capefläche.
Zwischenzeitlich herrschen teils trockenadiabatische Temperaturabnahmen. Diese erhöhen das Cape etwas.
Die Grundschicht ist gut durchmischt bei einer Temperatur um 30°C und TP´s um 20°C. In den unteren Schichten ist es also sehr feucht.
die Theta-E Werte liegen bei diesem Sounding weit über 50°C.
Hier waren alle Zutaten für Blitzaktive Gewitter gegeben.
Hinweis: Das ist nur die Theorie und es kann auch ohne diese Eigenschaften zu blitzaktive Gewittern kommen.
Es können Fehler enthalten sein , da ich Laie bin
Hoffe ich konnte helfen
Wenn ich die Zeit finden werden bald mehr Wissenthreads folgen.
lg aus Wolfsburg
Zuletzt geändert von Stormchaser-NDS am 29.11.2009, 21:25, insgesamt 2-mal geändert.
